Strandhäuser in Holland

Spontan entschieden wir uns, in diesem Herbst noch einmal wegzufahren. Eine Woche am Strand und unkompliziert sollte es sein. Da liegt es aufgrund der Nähe zu den Niederlanden und seiner Küste nahe, die Woche dort zu verbringen.

Gefühlt haben wir die letzten Jahre Silvester immer in Nordholland verbracht, so das wir von Hotelzimmern, über Apartments bis hin zu einer genialen Wohnung im 17. Stock mit Blick bis Amsterdam und das Meer alles mögliche ausprobiert haben. Doch Reisen mit Kind verändert die Bedürfnisse eindeutig. Natürlich wäre ich wieder in das Apartment im 17. Stock gefahren, dass konnten wir auch noch, als unser Sohn 9. und 11. Monate alt war, aber jetzt hat er andere Prioritäten und ist deutlich kletterfreudiger, was die Risiken erhöht.

Es ergab sich also unter Berücksichtigung benannter Kriterien die Option, endlich mal die Strandhäuser im Landal Park zu testen. Zugegeben, es gibt mehrere Anbieter von Strandhäusern, die bei der Recherche nahezu alle einen genialen Eindruck machen. Der Entschluss für Landal war klar – neben der tollen Lage der Häuser und ihrer Konstruktion – dadurch begründet, dass direkt ein Freizeitbad zugehörig und im Angebot inbegriffen ist. Je nach Wetterlage hatten wir so die verschiedenen Optionen – Dünen, Strand, Meer, Hallenbad – zu nutzen ohne weit zu fahren.

Ankunft

Das Informationsmaterial und die Ankunft erinnerte stark an eine Pauschalreise, wie ich sie vor einigen Jahren zuletzt absolviert habe. Soll heißen, viel Indomaterial, was aber gut aufbereitet war und gefühlt viele Mitreisende, was den Checkin etwas verzögerte. Aber alles hielt sich im Rahmen und die Infos waren natürlich nützlich. Das Personal war sehr freundlich und nach den Formalitäten konnten wir sogleich auch unseren ausgefüllten Bestellschein für den Brötchenservice abgeben. Die Auswahl war sehr gut und wir würden den Service immer wieder dazu buchen, da es komfortabel ist und der Bäcker viel zu weit von den Dünen liegt. Allerdings muss an dieser Stelle angemerkt werden, dass die Brötchen erst zwischen 8-9 Uhr geliefert werden. Also nichts für Frühaufsteher.

Bezug des Strandhauses

Nach dem Checkin verließen wir das Landalgelände mit dem Auto, wie wir angekommen waren und fuhren weiter Richtung Dünen. Hier erwartete uns ein großer Parkplatz und im letzen hinteren Drittel ein Bauwagen. Zu bestimmten Uhrzeiten wird hier das Gepäck in Empfang genommen und mit einem Traktor zum Strandhaus gebracht und ebenso am Abreisetag abgeholt. Beides verlief unkompliziert und reibungslos.

Da jeder nur ein Gepäckstück abgeben darf und wir bei Autoreisen immer viel Kleinkram für unseren Sohn mitnehmen, liehen wir uns dort auch direkt einen Bollerwagen für 20 Euro die Woche. Letztendlich war dieser für den Transport der Einkäufe ebenfalls sehr hilfreich. Immer wieder darüber nachgedacht, rächte sich unser Zögern bei der Anschaffung.  Wir denken, jede Familie mit Kind sollte ein ausgereiftes Modell solch eines Vehikels besitzen.

Nach dem Verladen auf Traktorhänger und Bollerwagen ging es zum Strandhaus. Wir hatten das „Glück“, genau das in der Mitte gelegene Haus zu bekommen, so dass wir ca. 15 Minuten zu Fuß unterwegs waren. Wäre nicht gerade Sturm gewesen, wäre das tatsächlich unkompliziert, ansonsten ist Wind uns Sand einzuplanen. Nach Ankunft waren unsere Taschen und Rucksäcke schon da und wir konnten sofort das Haus beziehen.

Die Strandhäuser sind gut konzipiert, haben Heizung und Klimaanlage, Solarpaneele für Warmwasser und eine Küchenausstattung, die außer einem Backofen nicht vermissen lässt (für einen Kurzurlaub). Mit etwas Disziplin (soweit das mit einem 1 1/2 jährigen möglich ist) hat man auch nur im vorderen Bereich Sand im Haus 😊. Es empfiehlt sich ein bis zwei Handfeger für die Sandfüße mitzunehmen, die man in Eingang oder auf der Terrasse deponiert.

Die Betten sind bezogen, es heißt nur auspacken, Vorräte einräumen, Möbel nach Bedarf rücken und geniessen.

Ansonsten bestand die Woche daraus, bereits vor dem Frühstück kurz ans Meer zu gehen, sich später am Tag ins Wasser zu wagen, darüber hinaus Burgen zu bauen und gefühlt den halben Strand umzugraben. Der größte Vorteil eben, alles vor der Haustür zu haben, einen genialen Blick zu genießen (mit Terrasse) und alles ohne lästiges Schleppen der Klamotten bis zum Strand.

Unser Sohn war begeistert – wir auch.

Fazit: Für nächstes Jahr wird wieder gebucht, allerdings dieses Mal der andere Landal Park mit Strandhaus.

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